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McDowell holt sich den Pott | ||
| Graeme McDowell war der strahlende Sieger des zweiten Majorturniers des Jahres, der U.S. Open Championship in Pebble Beach. Mit Runden von 71 - 68 - 71 - 74 = 284 Schlägen (even Par) setzte er sich gegen das exzellente Teilnehmerfeld von 156 Spielern durch. Überraschend stark auch die deutschen Spieler, aber der Reihe nach. | ||
![]() | Runde 1: Der Tag der Außenseiter Die USGA (United States Golf Assosiation) hatte Pebble Beach sehr gut präpariert. Das Rough war hoch, die Fairways eng und die Grüns hart und schnell, so wie immer halt. Alles schaute auf den Kampf um Position eins in der Weltrangliste zwischen Tiger Woods und Phil Mickelson, doch die Show lief wo anders. Während Woods mit 74 Schlägen (+3) gerade einmal Platz 47 belegte, kam Mickelson nicht über eine 75 (+4) hinaus und rangierte gar auf dem 66. Rang. Den Ton gaben Paul Casey, Shaun Micheel und Brendon de Jonge an, sie spielten eine 69er Runde und lagen mit zwei unter Par gemeinsam an der Spitze. Einen Schlag dahinter reihte sich Alex Cejka ein. Mit 70 Schlägen (-1) belegte er einen hervorragenden geteilten vierten Platz. Martin Kaymer kam mit einer 74 (+3) ins Clubhaus und lag auf dem geteilten 47. Platz. Runde 2: Die Aufholjagd Am zweiten Tag begann die Aufholjagd der großen Stars. Allen voran legte Phil Mickelson los, wie die Feuerwehr. Sechs Birdies und ein Bogey standen am Ende des Tages auf seiner Scorekarte macht 66 Schläge (-5), ein Gesamtergebnis von eins unter Par und der geteilte zweite Platz. Ernie Els brachte eine 68 (-2) ins Clubhaus und lag, genau wie Dustin Johnson (71) und der jüngste Spieler im Feld, der 18-jährige Japaner Ryo Ishikawa (71), ebenfalls auf Rang zwei. Direkt dahinter, auf dem geteilten sechsten Platz biss sich der deutsche Alexander Cejka regelrecht fest. Mit einer 72 (+1) und insgesamt even Par festigte er seine Position in den Top-10. Auch Martin Kaymer machte einen Sprung von 31 Plätzen nach vorne und schob sich mit 71 Schlägen (even Par) auf die geteilte 16. Position. Gerade so den Cut, der bei +7 lag, schafften Retief Goosen, Stuart Appleby, Mike Weir, Sergio Garcia und Steve Stricker. Raus dagegen waren u.a. Miguel Angel Jiménez, Tom Lehman, Geoff Ogilvy, Sören Hansen und Michael Campbell. Runde 3: Drei gegen drei Am ,,Moving Day" blieben insgesamt nur acht Spieler unter Par für die Runde und drei im Gesamtergebnis. Zu den großen Verlierern gehörten Paul Casey, Brendon de Jonge, Ian Poulter und K.J. Choi, die alle eine 77 (+6) spielten und mit dem Sieg nichts mehr zu tun hatten. Auch Geheimfavorit Lee Westwood verabschiedete sich mit einer 76 (+5) von seinen Majorträumen. An der Spitze allerdings hieß es drei gegen drei. Drei Top-Stars versuchten drei ,,Nobodys" was Majorsiege betrifft, in die Knie zu zwingen. Dies gelang aber nicht, denn sowohl Dustin Johnson, Graeme McDowell, als auch Gregory Havret hielten den Angriffen von Phil Mickelson, Ernie Els und Tiger Woods stand. Johnson spielte eine sagenhafte 66er Runde (-5) und lag mit -6 in Führung. Bereits drei Schläge dahinter positionierte sich McDowell, der eine 71 (even Par) ins Clubhaus brachte. Platz drei belegte Tiger Woods, der mit einer irren Aufholjagd ebenfalls eine 66 (-5) notierte und im Gesamtergebnis bei -1 lag. Der Franzose Gregory Havret schaffte mit einer 69 (-2) und einem Gesamtresultat von even Par den Sprung auf Platz vier. Platz fünf (+1) teilten sich Ernie Els (73/+2) und Phil Mickelson (73/+2). Unsere beiden deutschen Vertreter konnten, wie an den ersten beiden Tagen, weiter mithalten. Alex Cejka notierte zwar eine 74 (+3) verlor aber gegenüber dem zweiten Tag nur einen Rang und belegte mit insgesamt +3 den geteilten siebten Platz. Martin Kaymer notierte eine 72 (+1) und schob sich mit einem Gesamtergebnis von +4 auf den geteilten 10. Rang nach vorne. Runde 4: Der Kampf um die Krone Die Finalrunde bot alles an Spannung, was möglich war. Beim Führenden nach drei Tagen, Dustin Johnson, war allerdings nach vier Löchern klar, dass er das Turnier nicht gewinnen würde. Ein Triple-Bogey an Loch zwei, ein Doppel-Bogey an Loch drei und ein Bogey an Loch vier und der Traum vom Majorsieg war ausgeträumt. Mit einer 82er Runde (+11) reichte es gerade einmal für den geteilten achten Rang. Eines vorweg, von den Siegeskandidaten konnte keiner in der Finalrunde unter Par spielen. Ein paar Mal sah es so aus, als würde Phil Mickelson einen Sprung nach vorne machen, doch am Ende stand nur eine 73 (+2) auf seiner Scorekarte und damit der geteilte vierte Platz. Auch Tiger Woods kam nicht ins Spiel. Bereits nach sechs Löchern lag er drei über Par und schloss mit einer 75er Runde (+3) ab. Auch er belegte den vierten Platz. Ernie Els begann im Eiltempo, nach sechs Löchern lag er bereits drei unter Par und alles sah danach aus, als würde er seinen dritten U.S. Open-Titel feiern können, doch Bogeys an den Löchern neun und 11 sowie einem Doppel-Bogey an Loch 10 brachten ihn wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. 73 Schläge (+2) benötigte ,,The big Easy", dies bedeutete den dritten Rang. Heimlich, still und leise schlich sich ein Franzose namens Gregory Havret nach vorne und machte die ganze Sache nochmals spannend. Als Führender im Clubhaus, mit einem Gesamtergebnis von +1, beobachtete er, wie sich Graeme McDowell auf den letzten Löchern schlug. Der Nord-Ire musste zwar an Loch 17 noch einmal ein Bogey hinnehmen, schloss das Schlussloch aber souverän ab und brachte seinen Vorsprung von einem Schlag auf Havret ins Clubhaus. Ganz stark unsere beiden deutschen Vertreter Alex Cejka und Martin Kaymer. Cejka spielte Runden von 70 - 72 - 74 - 73 und belegte mit einem Gesamtergebnis von +5 zusammen mit Kaymer den geteilten achten Rang. Kaymer notierte Runden von 74 - 71 - 72 - 72. Für Cejka war dieser achte Platz goldwert, denn er darf nicht nur im nächsten Jahr wieder an der U.S. Open Teilnehmen, sondern auch bei seinem Lieblingsmajorturnier, dem Masters, aufteen. (rs) | |























