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David wer? 25-jähriger Engländer holt sich den Titel in München

Es war schon kurios, vor der Finalrunde hatte David Horsey drei Schläge Rückstand auf den führenden Waliser Bradley Dredge und am Ende holt er sich seinen ersten Sieg in seiner noch frischen Karriere. Gut, wie man Turniere gewinnt, wusste er bereits, denn auf der Challenge Tour war er schon zweimal erfolgreich. Aber auf der großen Tour, das war neu für ihn. Wann hat Horsey denn eigentlich realisiert das er der Champion ist ?
Erst an der 18 habe ich es gewagt, einen kurzen Blick auf das Leaderboard zu werfen, ,, so der Engländer im Clubhaus. ,,Irgendwas war an der 16 oder 17 los. Ich sah Bradley auf der 16 im Gebüsch, habe mir aber nichts weiter dabei gedacht. Ich wollte mich nur auf mein Spiel konzentrieren und das letzte Loch mit Birdie beenden - das habe ich geschafft. Ich bin stolz darauf. Hoffentlich war das der erste von vielen Siegen." Hektisch ging es am Ende an der Spitze des Leaderboards zu, als gleich mehrere Spieler noch gute Chancen auf den Titel hatten. Während der Spanier Pablo Larrazabál nach gut der Hälfte der Runde kurzfristig die Spitze des Leaderboards eroberte, Dredge an der 16 einen Einbruch erlitt, war Horsey im entscheidenden Moment zur Stelle: Mit Birdies an der 16 und der 18 notierte er mit einer 67 die vierte Runde unter 70 Schlägen. Zuvor hatte er Runden von 69, 67 und 67 gespielt. Horsey profitierte von den unbegreiflichen Aussetzern von Bradley Dredge. Dreieinhalb Tage hatte der Waliser exzellent gespielt und das Feld angeführt, ehe er an der 10, der 12 und der 14 Bogey jeweils ein Bogey notieren musste. Damit nicht genug: An der 16 leistete er sich eine Reihe schlechter Schläge, die in einem Doppelbogey mündeten. Dredge musste fassungslos zur Kenntnis nehmen, dass er im Klassement entscheidend abrutschte und ihm letztendlich nur mit -16 der geteilte dritte Platz übrig blieb. Besser machte es dagegen Ross Fisher (-17). Der Engländer spielte einen Eagle am Schlußloch und verbesserte sich buchstäblich in letzter Minute auf den zweiten Platz. Frühzeitig vergab Fisher mit einem Doppel-Bogey an der 4 seine Chancen auf den Sieg, mit einem fantastischen Annäherungsschlag und einem langen Putt düpierte er schließlich die große Spielergruppe, die mit -16 auf Platz drei stand. Lokalmatador Alex Cejka (-16) schien vorübergehend ein Stechen erzwingen zu können, ehe Horsey die Playoff-Träume des Deutschen zerplatzen ließ. Nach seinem achten Platz bei den U.S. Open belegte er am Ende den geteilten dritten Rang. Martin Kaymer kam mit -11 und einer 69er Schlussrunde auf den geteilten 21. Rang. Nicht so gut lief es bei Marcel Siem und Bernhard Langer. Beide waren am Finaltag nicht in der Lage, entscheidend in den Kampf um vorderer Positionen einzugreifen. Mit insgesamt -5 kamen beide über einen 61. Platz nicht hinaus. Für das Highlight des Turniers war hingegen Jean-François Lucquin verantwortlich. Der Franzose sicherte sich mit einem Ass das Hole-in-One-Car, welches an Loch 17 ausgelobt wurde. Am Finaltag bewies der Franzose Können und ein glückliches Händchen. Er versenkte seinen Ball mit einem Schlag im Loch. Für dieses Kunststück erhält er eine BMW 535i Limousine. Übrigens: Der letzte, dem dieses Kunststück im GC München-Eichenried gelang, war ebenfalls ein Franzose. Raphael Jacquelin versenkte 2001 seinen Ball in der zweiten Runde direkt im Loch und durfte sich über einen Z8 freuen. (rs)