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The 92. PGA Championship

Das Rauschen des Meeres Die PGA Championship schließt auch in diesem Jahr die Major-Turnierserie ab. Man spielt in Wisconsin, im Städtchen Kohler, zum zweiten Mal die ,,Pfeifende Meerenge" , wie es übersetzt heißt, The Wistling Straits. 1916 ins Leben gerufen, hat sich die PGA Championship zu einem der größten Golf-Events entwickelt. Die Wanamaker Trophy ist einer der begehrtesten Pokale in der Welt. Bisher konnten 63 verschiedene Golfer diese ihr Eigen nennen. Insgesamt wurde dieses Majorturnier auf 71 Golfplätze in 25 Staaten der USA ausgetragen.
Der Platz Designed von Pete Dye, ist Whistling Straits eine perfekte Nachbildung alter, schottischer Link-Kurse. Der Straits Course ist ein offenes, raues, vom Wind gepeitschten Gelände, ein naturbelassenes Gelände, das man hier eigentlich nicht erwartet. Man blickt auf große Sandflächen, kleine tiefe Pot-Bunker, grasbewachsene Dünen, große ondulierte Grüns und den majestätisch liegenden Lake Michigan. Das dramatische 17. Loch, ein Par 3 mit 204m Länge, ist das inoffizielle Aushängeschild des Golfclubs. Der Abschlag geht über Wasser und Sand auf ein Grün, welches zu den schwersten auf dem Platz zählt. Weiterhin verfügt der Platz: - über 3 ½ Km ununterbrochener Küste zum Lake Michigang - Acht Löcher, die entlang des Lake Michigan führen - Uferklippen und riesige Sanddünen - Drei Steinbrücken an den Löchern 9, 10 und 18 Also genauso, wie man es eigentlich bei einer British Open erwartet. Das Spielerfeld Mehr als 3.000 Club-Pros haben versucht sich für die PGA Championship zu qualifizieren. Genau 20 davon werden die Ehre haben mit den "großen" Jungs um Ruhm und Ehre zu spielen. Einer von ihnen wird der Titelverteidiger Y.E Yang aus Korea sein, der im letzten Jahr seinen Traum vom Majorsieg verwirklichen konnte. Natürlich war er anwesend, als vor ein paar Wochen zum Pressetermin in Whistling Straits geladen wurde und stand den Fragen der Journalisten Rede und Antwort. "Als erstes möchte ich bei Ihnen bedanken, dass sie gekommen sind," begann Yang. "Ich möchte mich nicht vor so vielen Leuten blamieren, aber wenn ich dies alles hier sehe und ein Jahr zurückschaue, als ich meinen ersten Majortitel gewann, dann muss ich meine Tränen schon zurückhalten, was momentan nicht einfach ist. Es ist immer noch ein Traum für mich." Es war das erste Mal, dass Yang Whistling Straits spielte und er war vom Platz beeindruckt. "Man kann hier die Fairways vom Abschlag aus nicht sehen. Es scheint, als würde sich eine Düne an die andere reihen. Der Platz ist einschüchternd, schwierig und wenn man das Glück hat die Fairways zu treffen - sie sind nicht gerade breit - hat man noch einen schwierigen zweiten Schlag vor sich. Ein wirklich schwerer Golfplatz," führte der Südkoreaner aus. Im Vorteil scheint derjenige zu sein, der Links-Golf gewohnt ist, also die Engländer, Schotten und Iren. Schauen wir aber zurück, stellen wir fest, dass 2004 hier auf diesem Platz Vijay Singh mit Runden von 67 - 68 - 69 -76 (-8) erfolgreich war, als er sich im Play-Off gegen Chris DiMarco und Justin Leonard durchsetzte und sich damit seinen zweiten PGA Championship-Titel sicherte. Also gehören wohl andere zu den Favoriten, nämlich die, welche den Ball nicht so weit, dafür aber präzise schlagen, ein gutes kurzes Spiel haben und vor allen Dingen Geduld zeigen. Padraig Harrington (2008), Shaun Micheel (2003), Rich Beem (2002) und David Toms (2001) sprächen dafür, doch auf der anderen Seite stehen da die Longhitter Tiger Woods (1999, 2000, 2006, 2007) und Phil Mickelson (2005). Siegchancen haben aber auch Ernie Els, Jim Furyk sowie Lee Westwood und Justin Rose, wobei wir bei letzteren wieder bei den Briten wären, die in den vergangenen Monaten Top-Turniere gewonnen haben. Oder, es gibt wie im letzten Jahr, wieder einen Überraschungssieger, mit dem überhaupt niemand gerechnet hat.