Aktuelle News
|
Tee for two | ||
| Der Spanier Miguel Angel Jiménez schaffte in einem spannenden Playoff seinen 17. Sieg auf der European Tour. Anders beim Italiener Edoardo Molinari. Schon früh war klar, dass er bei seinem 80. Start auf der European Tour seinen ersten Sieg feiern konnte, selbst sein Bruder Francesco und Darren Clarke konnten ihn nicht unter Druck setzen. | ||
![]() | Alstom Open de France Miguel Angel Jiménez wurde in einem dramatischen Play-off der älteste Sieger im ältesten Turnier auf dem Kontinent. Der 46-jährige Spanier setzte sich bei den Alstom Open de France im Le Golf National im "sudden death" gegen seinen Landsmann Alejandro Canizares und den Italiener Francesco Molinari durch, nachdem er am 72. Loch mit zwei Schlägen Vorsprung seinen Ball im Wasser versenkte. "Am 72. Loch, dem letzten Loch des Turniers spielte ich einen guten Drive," erklärte Jiménez. "Ich nahm mein Eisen 8 in die Hand, denn ich hatte nur 141m zum Grünanfang und 146m zur Fahne. Ich fühlte etwas Druck und das einzige, was ich machen musste, war einen guten Schlag ausführen. Aber wir sind alle nur Menschen, ich traf den Ball zu fett und er landete im Wasser, so einfach war das. Es war wohl mein schlechteste Schlag in der ganzen Runde." Der Spanier bekam aber seine zweite Chance am ersten Extra-Loch, als Canizares seinen Ball zweimal im Wasser versenkte und Molinaris Ball beim Abschlag im Fairway-Bunker landete und er nur vorlegen konnte. Der Ball von Jiménez lag wiederum perfekt auf dem Fairway. Jedoch fünf Monate nach seinem gewonnenen Play-off gegen Lee Westwood in Dubai, hatte der Ryder Cup-Star noch viel Arbeit vor sich, denn r verfehlte das Grün auf der linken Seite deutlich. Ein knapper fünf Meter Putt brachte ihm dann doch den Sieg, denn Molinari konnte aus knapp sechs Metern nur zum Bogey lochen. Das Preisgeld von EUR 500.000 katapultierte den Spanier von Platz 17 auf Rang 5 in der Ryder Cup Punkteliste. "Es wäre schön wieder im Ryder Cup Team zu stehen," erzählte Jiménez. "Als 46-jähriger ist dies vielleicht meine letzte Chance mich für das Team zu qualifizieren. Es würde mich stolz machen zu Monty´s Team zu gehören." Überraschenderweise gewann Jiménez 10 seiner 17 Turniere nachdem er 40 Jahre alt geworden war. Dies ist ein Rekord - er wurde mit diesem Erfolg auch der acht älteste Champion in der European Tour Geschichte. "Erfahrung ist immer wichtig," meinte er dazu. "Die zwei Jungs haben sehr gut gespielt, wir alle beendeten das Turnier bei 11 unter Par. Aber wissen Sie, Erfahrung ist der Schlüssel zum Erfolg. Am ersten Extraloch spielte ich meinen Ball in die Mitte des Fairways, die beiden Jungs verfehlten es aber. Einer der wichtigsten Dinge ist durchatmen." Auch Martin Kaymer spielte in der Finalrunde lange vorne mit und es sah teilweise so aus, als könnte er seinen Titel verteidigen. Jedoch nach zwei Doppel-Bogeys an den Löchern 16 und 18 war der Traum ausgeträumt. Am Ende belegte er mit vier Schlägen Rückstand den geteilten sechsten Platz. Mit einem Gesamtergebnis von vier unter Par kam der zweite Deutsche im Feld, Marcel Siem, auf den geteilten 18. Rang. Ein besseres Ergebnis verdarb er sich am zweiten Tag, als er mit einer 75 (+4) ins Clubhaus kam. Favoritensterben bei den Barclays Scottish Open Die Vorbereitung auf die British Open ging für viele prominente Spieler gründlich daneben. Selbst angereiste Amerikaner der U.S. PGA Tour bekamen in Loch Lomond keinen Fuß auf die Erde, geschweige denn einen Ball ins Loch. Der Cut lag moderat bei +2, dies lag auch daran, dass die Grüns, aufgrund einer vollständigen Überarbeitung, noch nicht das Level der letzten Jahre erreichten. Trotzdem verpassten Martin Kaymer, Ernie Els, Phil Mickelson, J.B. Holmes, Y.E. Yang und Vijay Singh die beiden Schlussrunden um einen Schlag. Schlechter erging es Lucas Glover und Retief Goosen (beide +4) sowie dem French Open Sieger Miguel Angel Jiménez (+8), Fred Funk (+9) und Anthony Kang (+10). Aber auch diejenigen, die den Cut geschafft hatten konnten nicht überzeugen. Camilo Villegas kam mit sechs über Par nur auf den geteilten 47. Rang. Für Tom Lehman reichte es gerade einmal für den geteilten 35. Platz (+3). An der Spitze kämpften Edoardo Molinari, sein Bruder Francesco und Darren Clarke um den Sieg. Jacquelin und Gallacher spielten trotz ihrer 68er Runden nur um die Plätze. Edoardo Molinari ging als Führender, nach einer tollen 63 am dritten Tag, in die Finalrunde und hatte nur einen Schlag Vorsprung vor Darren Clarke. Der dritte in der letzten war sein Bruder Francesco, der aber schon sieben Schläge Rückstand hatte. Bereits an Loch drei machte sich Clarke das Leben schwer und notierte an diesem Par 5 seine sieben. Clarke meinte hinterher: "Mein zweiter Schlag an Loch drei war 1,5m davon entfernt sehr gut zu sein, aber am Ende notierte ich eine sieben und konnte diesen Rückstand im Verlauf der Runde nicht mehr aufholen. Ich habe mir zwar gesagt: bleibe ruhig, doch es lief nichts zusammen. Ich brachte die Bälle nicht nahe genug an die Fahne und habe einfach schlecht gespielt. Durch den zweiten Platz darf ich aber in der nächsten Woche die British Open in St. Andrews spielen, das ist ein Trostpflaster für mich. Hoffentlich kann ich dort so spielen, wie hier in den ersten drei Runden." Anders natürlich die Reaktion bei Edoardo Molinari. "Endlich habe ich es geschafft. Nach dem World Cup Sieg, zusammen mit meinem Bruder Francesco, konnte ich mich in die Siegerliste der European Tour eintragen. Ich bin stolz, dass ich gleich ein so großes Turnier gewinnen konnte", so der glückliche Italiener. Vielleicht klappt es ja noch, dass er im Ryder Cup zusammen mit seinem Bruder antreten kann, denn der 29-jährige aus Turin sprang in der World Points List von Rang 11 auf Rang 6. Die Top-4 qualifizieren sich automatisch für das europäische Team. Seit 1963 haben keine Brüder mehr zusammen im Ryder Cup gespielt. Damals waren es Bernard und Geoffrey Hunt, als es noch hieß: Great Britain vs. USA. Übrigens vor fünf Jahren stand Edoardo Molinari schon einmal im Mittelpunkt des Golfsports. Damals gewann er die U.S. Amateur Championship. Der zweite deutsche Spieler im Feld hielt sich wacker, nach Runden von 71 - 70 - 70 musste Marcel Siem am Finaltag eine 74 notieren und belegte den geteilten 26. Platz. | |


