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17.508 Lebensjahre spielten um den Sieg! | ||
| Die Zahl klingt unglaublich - doch sie stimmt: Exakt 17 508 Lebensjahre waren es, die beim größten Senioren-Golfturnier der Welt den Schläger schwangen! Ausgetragen wurde es - bereits zum 7. Mal - in Freyung im Bayerischen Wald. Und während im Vorjahr eine Prinzessin die große Attraktion des Turniers war - waren es 2010 vier Schnee-Königinnen. | ||
![]() | 2009 firmierte Prinzessin Birgitta von Schweden und Hohenzollern als Schirmherrin des "Silverstar"-Events - in diesem Jahr sorgten vier Schnee-Queens von einst für prominenten Glanz: Die Allgäuerin Pamela Behr-Knauth (53, Slalom-Vize-Weltmeisterin 1978), die oberbayerischen "Rosi-Schwestern" Evi Mittermaier-Brunndobler (57, Gewinnerin zweier Weltcup-Abfahrten in den 70iger-Jahren) und Heidi Mittermaier-Fischer (69, Olympiateilnehmerin 1960) sowie die Österreicherin Ingrid Gfölner-Gutzwiller (57, fünf Mal in ihrer Karriere auf dem Stockerl eines Weltcup-Abfahrts-Rennens). Und eine des Winter-VIP-Quartetts glänzte ganz besonders: Evi Mittermaier-Brunndobler belegte im Feld der über 300 Teilnehmer(innen) aus acht Nationen Rang 2 im Netto! Im Brutto siegte Irmtraut Stillig vom GC Gifhorn. Das Brutto der Männer holte sich mit 83 Punkten (errungen an drei gewerteten von vier Turnier-Tagen) Rainer Dehn vom GC Grevenmühle, der Titelverteidiger Willi Hufnagl (Vilsbiburg) um einen einzigen Punkt distanzierte. "Ich bin schon zum dritten Mal dabei", so Evi Mittermaier-Brunndobler, "und wenn ich am Leben bleibe, komme ich noch zehn Mal!". So gut gefiel und gefällt es ihr im Bayerischen Wald. Weshalb sie in der Tomobola gewann - eine Woche Freyung... Sie nahm den Preis aus den Händen von Franz Polland entgegen, dem Erfinder des Turniers. Dessen Motivation einst: "Ich wollte, dass sich Ältere untereinander messen können - und nicht wie üblich gegen weitaus Jüngere antreten müssen." Die weiteste Anreise nahm ein Golf-Ehepaar aus Spanien auf sich, das zwanzig Stunden mit dem Auto anreiste, um bei diesem Ereignis dabei zu sein. Ältester Teilnehmer war Karl-Heinz Wolf aus Heidelberg. Der inzwischen 87jährige bewegt sich dank sechs Mal wöchentlichen Trainings immer noch auf einem fabelhaften Handicap 11-Niveau! Zu golfen begonnen hat er vor 37 Jahren - und erzielte im Laufe dieser Zeit sieben (!) Hole-in-ones. Den Weltrekord für Asse dieser Art hält übrigens eine (damals) 102jährige Amerikanerin, die im Frühjahr 2007 den bis dahin gültigen Rekordler, einen 101jährigen Briten, ablöste - dies nur nebenbei, zum Thema Senioren. Und wer weiß, ob nicht Wolf in 17 Jahren diesen Rekord brechen und als 104jähriger ein Hole-in-one erzielen wird. Natürlich in Freyung. "Freyung hat es gewagt, ohne einen eigenen Golfplatz zu besitzen, diese Turnier-Serie zu starten", so Olaf Heinrich, 1. Bürgermeister der Stadt, "aber bildet als Veranstalter trotzdem den idealen Ausgangspunkt!". Weil: Die Teilnehmer spielen täglich auf einem anderen Course, rotieren in der Region vier Mal von Club zu Club und lernen dabei die niederbayerischen Plätze von Passau-Raßbach, Bayerwald/Waldkirchen und des Golfclubs am Nationalpark Bayerischer Wald (Grafenau) kennen sowie jenen des Golfparks Böhmerwald in Ulrichsberg/Oberösterreich. Erfreut dankte Bürgermeister Heinrich den Teilnehmer(innen) aus ganz Europa für ihr Kommen - "denn es herrscht eine ganz besondere Stimmung in Freyung, wenn Sie hier sind! Wenn Sie durch die Stadt flanieren, entsteht ein Flair, das allen Freyungern gut tut!" Und ganz besonders ehrte er Polland: "Freyung wäre arm ohne Dich, Franz!". Bedauerlicherweise ist die Senioren-Turnier-Woche stets ausgesprochen rasch ausgebucht. Wie ist der unglaubliche Erfolg dieser Veranstaltung zu erklären? Vermutlich, weil es ein Signal des Optimismus ist. Bundespräsident Horst Köhler jedenfalls ließ bereits vor fünf Jahren - damals noch in Amt und Würden - aus Berlin verlauten: "Das Zeichen, das Sie mit diesem Turnier gesetzt haben, macht den Menschen Mut!" | |


