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Ryder Cup 2018 Frankreich erhielt den Zuschlag | ||
| Der Rydercup 2018 wird in Frankreich ausgetragen. Der Traum vom Ryder Cup in Deutschland scheint ausgeträumt. Viele Golffans sind enttäuscht, Experten sehen die Entscheidung mit gemischten Gefühlen, hätte der Rydercup doch auch dem deutschen (Golf-)Image gut- getan. Ein Kommentar von Reiner Sirsch. | ||
![]() | Am Dienstag, dem 17. Mai 2011 um 13:24 Uhr sind die deutschen Träume der Ryder Cup Austragung 2018 jäh geplatzt. Frankreich erhielt den Zuschlag. Ein Dank geht an alle, die sich für diesen Event stark gemacht haben, allen voran an die Organisatoren, die Tag und Nacht an diesem Traum bis zu letzt gearbeitet haben. George O`Grady, der Chef der European Tour würdigte alle Bewerber mit den Worten: » Sie haben einen ausgezeichneten Job gemacht.« Erwin Langer, Geschäftsführer der RC Deutschland sprach den Gastgebern des Ryder Cup 2018 seine Glückwünsche aus. »Wir gratulieren Frankreich und wünschen ihnen und allen europäischen Golffans im Sinne unseres wunderschönen Sports einen erfolgreichen Verlauf im Jahr 2018. Ich bin überzeugt davon, Deutschland wäre ein hervorragender Gastgeber gewesen und hätte den Rahmen für unvergessliche Tage geboten«, führte Langer weiter aus und dankte allen Mitarbeitern, Partnern und Sponsoren für ihre engagierte Mitarbeit, ohne die eine solch gute Bewerbung nicht möglich gewesen wäre. Norbert Löhlein, Aufsichtsratsvorsitzender der RC Deutschland, versäumte es nicht, der Leitfigur dieser Bewerbung, Bernhard Langer, für seinen Einsatz zu danken: »Bernhard Langer hat uns mit seinem Namen, seinem Image und seinen Kontakten im internationalen Golfsport großartig unterstützt.« Auf die Frage nach einem möglichen Erfolg bei Unterstützung durch die Bundes- und Landesregierung wollte Löhlein nicht eingehen, »wir mussten die Entscheidungen der Politik akzeptieren und konnten die Situation selbst durch das klare Votum beim Verbandstag des DGV im November 2010 nicht mehr ändern.« Erwin Langer und sein Team haben wirklich alles versucht, den Ryder Cup nach Deutschland zu bringen. Über 650 deutsche Golfclubs und über 500.000 bekennende Golfer haben dafür gestimmt den größten Golfevent ins eigene Land zu holen. Die einzigen, die ihnen Steine in den Weg gelegt haben, waren wieder einmal die Landes- und Bundespolitiker. Zogen in Frankreich, angefangen vom Staatspräsident bis hin zum kleinsten Kommunalpolitiker, alle an einem Strang, schüttelten unsere Politiker nur mit dem Kopf und verweigerten die finanzielle Unterstützung. Dabei war die Rechnung ganz einfach: Die Austragung des Ryder Cups inklusive des noch zu bauenden Golfplatzes und dem Ausbau der Infrastruktur hätte rund 100 Millionen Euro gekostet, zurück bekommen hätte man zwischen 250 und 300 Millionen Euro, dies beweisen Zahlen der Vergangenheit. Eine klassische Win-Win Situation, die unsere Politiker aber ausschlugen. Hätten wir aber trotz der Hemmnisse durch die Politiker den Zuschlag doch bekommen, wären sie die ersten gewesen, die sich diesen Erfolg gerne ans Revers geheftet hätten und sich 2018 beim Ryder Cup mit Häppchen und Champagner hätten verwöhnen lassen. Es ist schon sehr traurig, bedenkt man welche Chance seitens der Politik hier vertan wurde. Danke, liebe Damen und Herren auf Landes- und Bundesebene, dass ihr so engstirnig gewesen seid. Danke dafür, dass 2018 über 700 Millionen Zuschauer jetzt Frankreich im TV erleben dürfen. Danke, dass 2018 knapp 500.000 Besucher ihr Geld in Frankreich ausgeben dürfen. Danke auch dafür, dass ihr auf zusätzliche Steuereinnahmen auf kommunaler, Landes- und Bundesebene verzichtet habt. Ihr habt wieder, wie schon so oft, eure Unfähigkeit gezeigt, aber was will man von jemandem erwarten, bei dem eins plus eins gleich minus drei ist? Was will man von Politikern erwarten, die täglich Millionen Steuergelder verbrennen, bei Objekten, die überhaupt keinen Sinn machen. Lieber Erwin Langer, Sie haben mit ihrem Team einen tollen Job gemacht und fast jeden mobilisiert, der dem Golfsport zugetan ist. Lassen Sie sich durch die Vergabe des Ryder Cup 2018 nach Frankreich nicht entmutigen, denn Sie haben ihr Herzblut in die Sache gesteckt, dass es am Ende nicht geklappt hat, ist nicht Ihre Schuld. Hier müssen sich andere zur Verantwortung ziehen lassen. (rs) | |


