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UniCredit Ladies German Open | ||
| Diana Luna ist die Golf-Königin von Deutschland. Mit einem Turnierrekord von 264 Schlägen (-24) gewinnt sie ihren vierten Titel auf der Ladies European Tour. | ||
![]() | Am Start im Golf Club Gut Häusern im Norden Münchens waren 126 Spielerinnen, darunter Europas Top-Proetten. Euro 350.000 Euro betrug das Gesamtpreis wovon die Siegerin alleine Euro 52.500,-- erhielt. Beim einzigen Turnier der Ladies European Tour (LET) auf deutschem Boden durften gleich 12 deutsche Spielerinnen, darunter sechs Amateurinnen antreten. Tag 1 »Natürlich möchte ich das Siegerpreisgeld und den Audi gewinnen, deshalb bin ich ebenso wie alle anderen Spielerinnen hier«, Laura Davies ließ nach ihrer ersten Runde keinen Zweifel an ihrem Ziel, den im Vorjahr errungenen Titel zu verteidigen. Mit einer Runde von 69 Schlägen (-3) lag sie zwar nicht an der Spitze des Feldes, hatte sich aber alle Chancen erhalten, am Sonntag um den Sieg mitzuspielen. Platz eins belegte Becky Morgan mit einer bogeyfreien Runde von 65 Schlägen (-7), welche von 4.850 Zuschauern verfolgt wurde. »Ich habe sehr sicher gespielt und meine Chancen weitgehend genutzt«, meinte sie nach der Runde. Herausragend ihre 27 Putts auf 18 Bahnen. Auf Rang zwei folgten gemeinsam Virginie Lagouette-Clement aus Frankreich und Margeritha Rigon mit jeweils 66 Schlägen (-6). Die Französin war zum ersten Mal in Deutschland und es gefiel ihr ausgezeichnet: »Ein wunderbares Turnier mit einer tollen Stimmung«. Nicht ganz so gut verlief die erste Runde für die deutschen Starterinnen. Deren Beste, Caroline Masson lag zeitweise schlaggleich mit Davies bei -3, leistete sich aber auf den zweiten neun Löchern zwei Bogeys. »Das kann immer mal passieren, ich hätte aber vorher einige Birdies spielen müssen.« Völlig unzufrieden mit ihrem Spiel auf dem Green war Anja Monke: »Wenn 35 Putts auf der Scorekarte stehen, kann kein gutes Ergebnis heraus kommen.« Am Ende waren es bei ihr 74 Schläge (+2). Sie hofft ebenso wie Masson auf die zweite Runde am Vormittag und bessere Grüns, denn diese hätten am Nachmittag sehr gelitten. Sandra Gal, extra aus den USA angereist, beendete ihre erste Runde mit 72 Schlägen (even Par) und war auch nicht zufrieden: »Ich habe zwar den Ball ganz gut getroffen, aber keine Putts verwandelt. Es sind einige über die Lochkante gelaufen und nicht gefallen.« Voll unterstützt wurde sie nach eigenen Worten von den vielen Zuschauern, die sie auf der Runde begleitet haben. Sehr gut hielten sich die Amateurspielerinnen im Profifeld. Gabriella Wahl und Nina Holleder benötigten ebenso wie Masson 71 Schläge (-1), Vicki Troeltsch und Stefanie Kirchmayr brachten 72 Schläge in das Clubhaus. Der Rest der Deutschen im Feld musste richtig kämpfen, um den Cut zu schaffen. Übrigens, die TV-Übertragung von SKY war grottenschlecht. In 60 Minuten Zusammenfassung, sah man gerade einmal rund 10 Minuten Golf, der Rest, nur blabla von zwei Moderatorenneulingen namens Hartmut von Kameke und Esther Sedlaczek. Expertin Martina Eberl-Ellis hackte erst einmal auf Sandra Gal ein, weil diese vor dem Turnier natürlich gefragt war bei allen Medien und Uwe Bornemeyer interviewte die Spielerinnen in einem englisch, dass es einem die Fußnägel nach oben bog. Selbst Kommentator Adrian Grosser war von der Rolle, verwechselte Spielerinnen und ließ sich vom gesamten Chaos anstecken. Der Clou, die Übertragung eines schwachsinnigen Gewinnspiels vor Ort und die Bilder des Tages am Ende dauerten länger, als der Golfanteil in dieser Sendung. Und dafür wird man von Sky dann auch noch kräftig zur Kasse gebeten. Das Urteil: Setzen 6. Tag 2 Die Französin Virginie Lagoutte-Clement stellte am zweiten Tag mit 63 Schlägen (9 unter Par) den Platzrekord von Amy Young aus dem Jahr 2008 ein und setzte sich mit insgesamt 129 Schlägen (-15) deutlich an die Spitze des Feldes. Für die zweiten neun Löcher benötigte sie nur 29 Schläge. Überragend ihre Leistung auf den Grüns: »Mein Putter ist heute heiß ge¬laufen, ich habe nur 23 Putts benötigt!« meinte sie im Anschluss an ihre Runde und nahm glücklich ihre kleine Tochter in den Arm. Deren Namen Victoria trägt sie als Tattoo auf dem linken Bein. Der Spitzenschlag gelang ihr auf Bahn sieben: Nach dem Abschlag wurde die Runde wegen Gewitterwarnung unterbrochen. Zwei Stunden später kam sie zurück auf die Bahn - und lochte den Ball aus 88 Metern ein! Gemeinsam auf dem zweiten Platz lagen zur Halbzeit des Turniers Becky Morgan, die Führende des Vortags, Minea Blomqvist und Diana Luna mit jeweils 134 Schlägen (-10). Mit dieser Leistung konnte auch Laura Davies nicht mithalten, die aber mit ihrer Runde von 67 Schlägen (-5) zufrieden war. Für sie kam die Unterbrechung sehr ungelegen: »Ich verliere dabei den Rhythmus und das Timing und brauche länger um wieder mein Spiel zu finden.« Mit insgesamt 136 Schlägen (-8) belegt sie gemeinsam mit Lee-Anne Pace Platz 5 und hoffte auf eine schwächere Vorstellung der Spitzenreiterin am dritten Tag: »Vielleicht spielt sie eine Par-Runde, dann hätte ich am Finaltag noch eine Chance.« Einen Sprung unter die Top Ten machte Caroline Masson, die eine 67 (-5) ins Clubhaus brachte und mit 142 Schlägen (-8) auf dem geteilten achten Platz lag. »Ich habe immer Spaß, wenn ich gutes Golf spiele und heute hatte ich viel Spaß.« Den hatte auch Anja Monke, die mit das gleiche Ergebnis spielte und mit 141 Schlägen (-3) auf Rang 29 zu finden war. Auch Sandra Gal konnte sich steigern und eine 70 (-2) notieren. Mit ihrem Er¬gebnis von 142 (-2) rangierte sie auf dem geteilten 36. Platz. Und noch zwei weitere deutsche Spielerinnen waren am Wochenende bei den Finalrunden dabei: Elisabeth Esterl und die Amateurspielerin Gabriella Wahl benötigten jeweils 144 Schläge (Par) und schafften damit den Cut, welcher bei even Par lag. Insgesamt hatten sich 69 Spielerinnen für die beiden Finalrunden qualifiziert, darunter fünf von 12 gestarteten deutschen Spielerinnen. Auch am zweiten Tag konnte SKY mit seiner TV-Übertragung nicht glänzen. Tag 3 Die dritte Runde stand im Zeichen der deutschen Spielerinnen, die sich im Gesamtklassement deutlich verbessern konnten. Die Führung übernahm am sogenannten »Moving Day« die Italienerin Diana Luna, welcher eine nahezu perfekte Runde mit sieben Birdies und ohne Bogey gelang. Insgesamt benötigte Luna für die drei Runden 199 Schläge (17 unter par). »Die Atmosphäre dieses Turniers und die Begeisterung der Zuschauer beflügelt mich und hilft mir so niedrige Ergebnisse zu erzielen.« Der letzte Sieg auf der Ladies European gelang ihr im Jahr 2009. »Letztes Jahr habe ich eine kleine Tochter bekommen und eine Pause eingelegt.« Auf Platz 2 folgten gemeinsam Minea Blomqvist und Virginie Lagoutte-Clement mit 201 Schlägen (-15), wobei die am Vortag führende Französin völlig enttäuscht vom Platz ging. Ganz anders die drei deutschen Spielerinnen Caroline Masson, Anja Monke und Sandra Gal. Masson spielte eine Runde von 66 Schlägen (-6), verbesserte sich mit insgesamt 204 Schlägen (-12) auf Platz 5 und hielt damit den Anschluss an die Spitze. Mit dem gleichen Tagesresultat und 207 Schlägen (-9) schob sich Monke auf Rang 9 und war mit diesem Sprung unter die Top Ten sehr zufrieden. »Mein Spiel wird von Tag zu Tag besser, auch wenn der Rückstand im Moment deutlich ist, wer weiß, vielleicht geht ja noch etwas.« Sandra Gal gelang mit einer 67 (-5) ihre bislang beste Runde im Turnier. Dabei bemängelte sie, dass erneut einige Putts nicht gefallen waren. Sie rangierte mit 209 Schlägen (-7) auf dem geteilten 19. Platz. Die amtierende Bayerische Amateurmeisterin Gabriella Wahl bewies mit 69 (-3) sehr gute Form und lag mit 213 Schlägen (-3) auf dem geteilten 39. Rang. Elisabeth Esterl war dagegen mit ihrer Tagesleistung von 73 Schlägen (+1) und Platz 64 im Gesamtergebnis (217/+1) nicht zufrieden. Wer dachte Live würde die Übertragung von SKY an Qualität gewinnen, hatte sich getäuscht. Endloses geschwafel der Kommentatoren Adrian Grosser und Damen-Bundestrainer Marcus Neumann. Auch waren sich beide nicht einig, ob man nun Du oder Sie sagen sollte. Hinzu kam noch eine schlechte Bildführung. Die Teichlandschaft zwischen den Löchern 9 und 18 hatten es dem Regisseur angetan | |


