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Martina Eberl will die LET 2012 genießen

Nach ihrem Comeback in Dubai sprach Martina Eberl über ihre Zukunft
Wie war es in Dubai bei ihrem Comeback? Martina Eberl: Pure Freude die Mädels wieder zu sehen, den Wettkampf zu spüren aber auch ein Gefühl von Willkommenheit von allen anderen! Waren sie mit ihrem Auftritt zufrieden? Martina Eberl: Aus sportlicher Sicht mit Sicherheit nicht, es hat vieles noch nicht gepasst. Wie z.B. die Umstellung auf die neue Ausrüstung, was ganz normal ist bei einem Wechsel und ich nicht viel Möglichkeiten hatte meine Schläger unter Wettkampfbedingungen zu testen, ebenso wie den Schwung. Das kann man im Training kaum simulieren. Ich habe ja 18 Monate pausiert, dass ich das erste Turnier bei dem die Weltelite aufteet nicht gleich gewinnen werde, war mir eigentlich schon vorher klar. Optimismus ist das Eine, aber Realismus muss auch vorhanden sein. An welchem Teil Ihres Spiels haben Sie in diesem Jahr am härtesten gearbeitet? Martina Eberl: Ich habe in diesem Jahr sehr wenig an meinem Spiel gearbeitet, eher die letzten Wochen. Meine Hauptaufgabe war, meine Golfschule auf die Beine zu stellen, mich mit meinem Kind zu beschäftigen und es zu erziehen. Mein Golf war sicherlich mehr Nebensache. Wenn ich mal zum trainieren kam, dann hab ich 9 Löcher mit meinem Mann gespielt, was immer ganz ok war. Was sind Ihre Erwartungen für die kommende Saison? Martina Eberl: Ich möchte jede einzelne Woche genießen, mein Bestes geben, was ich eh immer mache, aber hauptsächlich das Reisen und die Wettkämpfe in schönen Ländern zu spielen und zu genießen. Das konnte ich bisher nie, aber jetzt schon. Das ist mir auch sehr abgegangen. Sportliche Erwartungen habe ich eher zur Mitte hin, wenn ich dann das ein oder andere Turnier mal im Bag hab und ich mich wieder auf meine Schläge verlassen kann. Die British Open im September werden höchstwahrscheinlich mein Topgoal sein! Wie viele Turniere wollen Sie 2012 spielen? Martina Eberl: Ich werde Australien, Neuseeland und Indien nicht spielen und mich auf die europäischen Turniere konzentrieren. Wie schwierig wird der Spagat zwischen Familie, Geschäft und dem Profialltag? Martina Eberl: Sehr schwierig, deswegen kommt es jetzt auf perfektes Zeitmanagement, genügend Schlaf und tolle Omas an. ☺ Wollen Sie irgendwann vielleicht auch mal auf der LPGA Tour spielen? Martina Eberl: Nein, die Zeit ist vorbei. Dafür habe ich jetzt ein zu volles Leben und vor allem ein anderes Leben. Wie gut kennen Sie Sandra Gal und wie bewerten Sie ihre Leistungen in diesem Jahr? Martina Eberl: Ich kenne sie nur flüchtig. Sicherlich haben wir schon oft miteinander gesprochen. Jeder Sieg, egal auf welcher Tour, ist hoch zu bewerten. Und sicherlich auch im Sieger-Team des Solheim Cups zu sein, ist eine tolle Leistung. Ich freue mich sehr für sie. Ich hoffe, dass ihr Weg weiterhin nach oben geht! Mit welchen Kolleginnen auf der Tour kommen Sie am besten zurecht? Martina Eberl: Es gibt wirklich kaum jemanden mit dem ich nicht zurecht komme! Am besten aber sicherlich mit den Deutschen, Österreichern und Schweden! Gab es eine Spielsituation in ihrer Karriere, die Ihnen besonders stark im Gedächtnis geblieben ist? Martina Eberl: Sicherlich meine Siege! Haben Sie ein spezielles Ziel für das Jahr 2012? Martina Eberl: Gesund zu bleiben und nochmal richtig Gas zu geben!